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Pssst! – Ich hab‘ meine Tage…

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„Pssst! Hast du einen Tampon für mich?“ – eine Frage, die viel zu oft nur leise ins Ohr geflüstert wird und die Übergabe ganz unauffällig unterm Tisch geschieht, sodass es ja keiner zu Hören oder Sehen bekommt. Und die ganze Heimlichtuerei bezieht sich auf etwas so Triviales, was jede Frau auf dieser Welt betrifft. Unsere monatliche Blutung – die MENSTRUATION.

Das Tabuisierungsproblem in der heutigen Gesellschaft

Alles was mit der Periode zu tun hat ist irgendwie peinlich, unangenehm und sollte ja nicht in der Öffentlichkeit besprochen werden – vor allem nicht vor Männern! Die dämlichsten Begriffe, wie „die Erdbeerwoche“ oder unauffällige Umschreibungen, wie „ich habe Besuch“ kennt jede Frau und bedient sich dieser jeden Monat, um ja nicht das böse Wort in den Mund zu nehmen. Obwohl Frauen untereinander meist ganz offen über ihre Menstruation sprechen, sehen wir, dass die gesellschaftlich diese Tatsache noch lange nicht akzeptiert. Einer der größten Einflüsse der heutigen Zeit ist vor allem die Werbung. Die meisten Anbieter von Hygieneartikeln vermeiden es, rotes Blut zu zeigen. Stattdessen werden Alternativfarben genutzt, wie zum Beispiel, Pink, Grün oder Blau. Die Periode und das Blut gelten immer noch als Makel und bleiben besser bedeckt. Außerdem erfolgt die Inszenierung oft sehr rosig und angenehm. Frauen lächeln, tanzen, tragen weiße Kleidung und bewältigen ihren Alltag wie gewohnt. Bilder, die die Realität beschönigen und verharmlosen. 

Doch wieso wird bis heute dieses Thema als „schmutzig“, „peinlich“ und „ekelhaft“ abgestempelt, sodass sich sogar Frauen davor scheuen, offen darüber zu kommunizieren?

Mythos Menstruation: Uralte Traditionen und religiöse Einflüsse

Historisch bedingte Faktoren bilden ebenfalls einen Mythos der „unreinen“ Frau während der Periode. In allen drei Weltreligionen wird, zum Beispiel in den heiligen Schriften, das Menstruieren als unrein bezeichnet, sodass Frauen in solch einem Zustand davon abgehalten werden, Gebete zu verrichten oder die heiligen Schriften zu berühren. Darauf aufbauend entwickelten sich mit der Zeit traditionelle und kulturelle Praktiken, welche Frauen völlig von der Gesellschaft und sogar räumlich distanzierten und ausgrenzten. Im Mittelalter ging man sogar soweit, dass man die Frau und ihre Periode für Krankheiten wie Pest und Lepra verantwortlich gemacht hat.

Man(n) hat zu wenig Aufklärung

Ein weiterer Grund für die Tabuisierung: zu wenig Aufklärung. Kollegen, Brüder oder Väter: Die meisten Männer wissen zu wenig über die Menstruation. Das liegt vor allem daran, dass die Aufklärung im Elternhaus und in der Schule sehr zu wünschen übriglässt. Welche Mutter setzt sich mit ihrer Tochter und ihrem Sohn hin und spricht frühzeitig über die Periode? Fast jede Frau kann sich an ihre erste Periode erinnern. Warum? Weil das eines der schlimmsten Ereignisse sein kann, wenn du plötzlich vor einer blutigen Unterhose stehst und nicht weißt, was mit dir los ist und mit wem du darüber sprechen kannst. Auch Jungs müssen für dieses Thema sensibilisiert werden, damit sie später keine Witze und Sprüche äußern, die Frauen und Mädchen verletzten und verstummen lassen. Aufklären bedeutet auch, jede Frage zuzulassen und miteinander zu sprechen – all das würde helfen, die Menstruation zu entmystifizieren. Für den Bildungsauftrag gilt immer noch, dass Aufklärung in erster Linie in der Verantwortung der Eltern liegt. So lernen Kinder und Jugendliche in Schulen zwar alles über Fortpflanzung, Verhütung und biologische Abläufe. Doch Alltagsfragen, wie Mädchen mit ihrer Periode im Alltag umgehen sollten, bleiben unbeantwortet.

Welche Folgen hat die Tabuisierung der Menstruation?

„Hast du deine Tage oder wieso bist du so zickig?“ Solange Menstruation ein Thema bleibt, worüber kaum gesprochen wird, solange werden Mädchen und Frauen mit Kommentaren wie solchen ihre Periode ertragen müssen. Die Folgen von Unwissen und fehlender schulischer Aufklärung über die Periode reichen von ungewollten Schwangerschaften oder Frustration, wenn man schwanger werden will und es aber nicht klappt, bis hin zum fehlenden Bewusstsein dafür, dass Frauen Hygieneprodukte benötigen, um am Alltag teilzunehmen. Auch das Selbstbewusstsein vieler Frauen leidet unter den Folgen, alleine die hohe Anzahl der Frauen, die während ihrer Tage nicht zur Arbeit erscheinen oder die Schülerinnen, die sich in diesen Tagen krank schreiben lassen, um nicht in die Schule gehen zu müssen, weil sie befürchten sie könnten „auslaufen“, sind viel zu hoch. All das zeigt, dass die Folgen verheerend sind und es höchste Zeit ist, Frauen von dieser Bürde zu befreien.

Langsamer Wandel: Free-Bleeding-Aktivisten

Eine erfreuliche Nachricht zum Schluss! Das Thema wird immer mehr in den Fokus der Medien gerückt und seit ein paar Jahren ist endlich ein offenerer Umgang mit der monatlichen Blutung zu beobachten. Die verschiedensten Medien wie Bücher, Magazine, Blogs und Kampagnen setzen sich für eine Enttabuisierung der Periode ein. Free-Bleeding-Aktivisten und Aktivistinnen veröffentlichen immer mehr Content zu diesem Thema und fordern: die Periode muss revolutioniert werden! Dank einer Petition wurde gerade erst sogar durchgesetzt, dass Tampons und Binden als Grundbedarf gelten und weniger besteuert werden. Auch du selbst kannst zur Enttabuisierung und Periodenrevolution beitragen! Als allererstes sollte jede Frau versuchen, sich selbst aufzuklären und nicht nur die Menstruation, sondern den gesamten Zyklus zu verstehen. Außerdem sollte man sein Bewusstsein und die Aufklärung über die Menstruation weitertragen.

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