Dark Light

Die einen finden es super, die anderen furchtbar: Die Rede ist vom Gendern. Ein Thema was immer mehr an Aufmerksamkeit bekommt und das ist gut so – finden wir! Wieso, weshalb warum, möchten wir euch in diesem kleinen Artikel vorstellen. 

Was soll das eigentlich mit dem Gendern? 

Gendern ist umgangssprachlich eigentlich nichts anderes als der Versuch eine geschlechtergleiche Sprache zu etablieren. Denn Deutsch ist eine geschlechterbezogene Sprache. Anders als beispielsweise im Englischen, wo es nur das neutrale “the” als Artikel gibt, weisen wir mit “der” und “die” Wörtern eindeutig ein Geschlecht zu. Warum ist das ein Problem?  

Ein kleines Beispiel 

Eine Gruppe von 100 Lehrerinnen wird, sobald auch nur eine männliche Person dabei ist zu: Die Lehrer.  

Und vielleicht kennt ihr auch dieses Beispiel: Vater und Sohn fahren im Auto. Sie haben einen Unfall, bei dem beide verletzt werden. Sie werden in ein Krankenhaus gebracht, in dem ein bekannter Chirurg arbeitet. Die Operation des Jungen wird vorbereitet, alles ist fertig, als der Chirurg erscheint, blass wird und sagt: „Ich kann nicht operieren, das ist mein Sohn!“ 

Vielleicht hast du bei dem Wort Chirurg auch sofort an einen Mann gedacht – im Beispiel handelt es sich jedoch um eine Chirurgin (auch wenn das Kind selbstverständlich zwei Väter haben könnte). Allein das macht deutlich, inwiefern Worte eine gewisse Macht haben. Unsere Sprache entscheidet zum Teil was wir uns unter Begrifflichkeiten vorstellen und was “normal” ist. 

Andersherum geht es natürlich genauso und Wörter wie “Putzfrau” oder “Krankenschwester” sind eindeutig dem weiblichen Geschlecht zugewiesen. Diese Denkweise entspricht älteren Generationen, in der es Frauen verboten war einige Berufe zu ergreifen oder es undenkbar war, dass Männer solche Arbeiten verrichten würden. Das ist heutzutage zum Glück anders, aber unsere Sprache hat sich noch nicht wirklich weiterentwickelt.  

Also geht es beim Gendern um die weibliche Form in der Sprache? 

Nein! Mittlerweile haben wir zwar in vielen Bereichen die weibliche Form mit eingeführt, wie z.B. Chirurgin, gleichzeitig schließen wir damit aber noch immer alle anderen Geschlechtsformen aus. Und genau hier liegt auch die Problematik. Fälschlicherweise wird oft gedacht, dass es beim Gendern nur darum dreht, Frauen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Und ja, das ist zum Teil so, es geht aber viel mehr darum, nicht-binären Menschen einen Platz in der Sprache zu widmen! Nicht-binär oder auch non-binary, das sind Menschen, die sich weder dem Männlichen, noch dem Weiblichen zuordnen, oder vielleicht auch beidem, aber eben nicht zu 100%. Praktisch alles zwischen Mann und Frau.  

Wie kann ich Gendern? 

Die Debatte um eine geschlechtergleiche Sprache ist schon seit Jahren aktuell und noch immer gibt es keine einheitliche Lösung dafür. Es gibt jedoch verschiedene Ansätze, die sich in den täglichen Sprachgebrauch integrieren lassen. 

Du kannst z.B. versuchen geschlechtsneutrale Wörter zu verwenden wie: Studierende, Lehrende, Teilnehmende.  

Alternativ kann die weibliche Wortendung durch Zeichen wie *:_/ einem Leerzeichen oder einem großen I abgetrennt werden: 

der*die Handwerker*in 

Zehn Lehrer:innen 

KollegInnen 

Unser Favorit ist der Doppelpunkt, da dieser auch von Sprachmonitoren für Sehbehinderte als Sprechpause mitgesprochen wird, was bei den anderen Formen nicht der Fall ist! 

Im Schriftbild? Ok! Aber wie spreche ich genderkonform? 

Wichtig ist lediglich, dass du eine Sprechpause zwischen dem Wort und der weiblichen Endung machst. Am Anfang klingt das vielleicht noch etwas abgehackt, aber du wirst merken, je öfter du es versuchst, desto leichter wird es dir über die Lippen gehen! 

Du siehst also, so kompliziert ist es gar nicht! Aller Anfang ist schwer und Fehler machen ist völlig okay. Vielleicht ist ja eine Option für dich dabei, die du leicht in deinen täglichen Sprachgebrauch integrieren kannst? 

Quelle:  

https://genderdings.de/gender/gendern/  (Stand: 29.04.21, 11:30 Uhr) 

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