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Periodenarmut – Wie steht es um kostenlose Hygieneartikel an Schulen

Frauen – Heros im Alltag und auf der Leinwand

Karriere bis man sich den Kopf stößt

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Viele von uns kennen es: Mist, die Periode kommt völlig unerwartet und ohne Vorankündigung. Man eilt zur Toilette, durchwühlt die eigene Tasche, aber weit und breit kein Hygieneprodukt in Sicht. Na toll. Und nun? 

Selbst als erwachsene Frau kann einem diese Situation sehr unangenehm sein. Undenkbar, wie es dann erst für Mädchen sein muss, die mitunter das erste Mal in ihrem Leben ihre Periode bekommen. Das Ereignis ist “beschämend” und “schmutzig” – Begriffe mit denen die Periode gern betitelt wird. 

Die Realität sieht jedoch oft genau so aus, denn schließlich verbringen Schülerinnen nahezu dieselbe Zeit in Bildungseinrichtungen wie auch Zuhause. Während Ihr Zuhause ein sicherer Ort ist, an dem sie sich mit ihrem Körper auseinandersetzen können, muss in Schulen oder an Universitäten oft selbst dafür gesorgt werden, Zugang zu Hygieneartikeln zu haben, um die oben genannte Situation zu vermeiden. Dabei tragen Bildungseinrichtungen eine gewisse Verantwortung gegenüber ihren Schülerinnen. Neben der Bereitstellung von Sanitärprodukten wie Seife oder Toilettenpapier sollte dementsprechend auch für andere Hygieneprodukte gesorgt werden.  

Wo gibt’s denn sowas? 

Schottland macht es vor: Als erstes Land weltweit stimmte man für kostenlose Damenhygieneartikel an Schulen und setzte damit ein Zeichen für Geschlechtergleichheit und gegen die sogenannte Periodenarmut. Denn nicht jeder kann sich überhaupt gewisse Hygieneprodukte leisten! Im Jahr 2020 haben in Großbritannien ganze 137.000 Kinder die Schule aufgrund mangelnden Zugangs zu Hygieneprodukten verpasst. Das Problem betrifft also bei weitem nicht nur Dritte Welt Länder wie Kenia oder Bangladesch, wo sich Frauen mühsam kleine Stoffreste vom Boden der Fabriken sammeln müssen, um diese als Binden zu verwenden. 

Und hier? 

Und auch in Deutschland tut sich etwas. Dank einer Petition zweier Frauen aus Hamburg wurde die Mehrwertsteuer von Hygieneprodukten von 19 % auf 7,7 % gesenkt, wie schon ihr Leitspruch “Periode ist kein Luxus” besagt. Schließlich sollte eine normale Körperfunktion kein Hindernis im Alltag sein. Man hat oft das Gefühl Frauen werden zusätzlich für ihre Periode “bestraft.” 

Das ist immerhin ein Anfang, denn auch in Deutschland ist Periodenarmut ein aktuelles Thema. In einigen Stadtteilen der Republik lebt fast jede zweite Jugendliche unter 18 von der Grundsicherung. Hier sind monatlich lediglich etwa 14 € für Hygieneartikel einkalkuliert. 

Umso erfreulicher ist es, dass sich immer mehr Städte für kostenlose Hygieneartikeln an Bildungseinrichtungen einsetzen. In Hamm wurde erst kürzlich als erste Kommune in NRW der Entschluss gefasst Menstruierenden einen freien Zugang zu entsprechenden Produkten zu gewähren. Auch in Rosenheim und Wasserburg gibt es bereits an öffentlichen Schulen Automaten, die Frauen mit Binden und Tampons versorgen. 

Der Rest der Welt 

Und auch in anderen Teilen der Welt wird über derartige Beschlüsse diskutiert. In Australien will der Staat South Wales seinen Bürgerinnen ebenfalls zukünftig kostenlosen Zugang zu Hygieneartikeln gewähren. Die Schweiz diskutiert über die Senkung des Steuersatzes von Hygieneartikeln von 7,7 % auf 2,5 %. 

Die Lage entwickelt sich schnell zum Positiven und immer mehr Städte und Länder beschäftigen sich mit der wichtigen Thematik. Mittlerweile längst überfällig, denn knapp die Hälfte der Weltbevölkerung menstruiert. Wir hoffen, dass sich die Lage weiter verbessert und die Periodenarmut irgendwann ausgeglichen werden kann. 

Quellen 

https://www.femelle.ch/life/schottland-stellt-menstruationsprodukte-kostenlos-zu-verfuegung-3569 (Stand: 30.04.21, 10:55 Uhr) 

https://www.fem.com/leben-familie/in-schottland-gibt-es-kostenlose-tampons-an-schulen-und-unis (Stand: 30.04.21, 10:55 Uhr) 

https://www.thefemalecompany.com/magazin/tampons-binden-for-free/ (Stand: 30.04.21, 10:55 Uhr) 

https://de.lunette.com/blogs/news/periodenarmut-was-ist-das-und-was-konnen-wir-tun (Stand: 30.04.21, 10:55 Uhr) 

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